Fornax

 

Entstehungsjahr

2018 im Rahmen des internationalen Stahlsymposium ARTMINING in Voitsberg

Dimensionen

2500 x 1400 x 900 mm (6mm/8mm Stahl), aufgeschweisst auf 10mm Stahlplatte 1000 x 1000mm; aufgeschraubt auf Betonsockel

Masse

Objekt ca 450kg; Bodenplatte 80kg; gesamt 530kg (ohne Betonsockel)

 

Gebaut aus Teilen des Heizkessels des 2015 gesprengten ÖDK Dampfkraftwerkes III. Der Titel 'Fornax' bezieht sich auf das Sternbild des chemischen Ofen und unterstreicht auch lautmalerisch den ersten Eindruck dieser durch mehrfach energiereiche Verformung entstandenen Arbeit. Die abstrakte Ausgangsform ist eine einfache S-Form. Dieser Form folgt das Objekt im Prinzip, Abweichungen ergeben sich durch den Arbeitsprozess und durch die integrierten Spuren der Energieeinwirkungen aus dem Abtragungsprozess des Heizkessels. Durch diese Abweichungen von der streng abstrakten Form ergeben sich in der Betrachtung Assoziationsfelder durch die inhärenten Versuche unseres Gehirns das Objekt zu dekodieren und zu interpretieren. Das Bildergedächtis des Betrachters wird herausgefordert. Die Betrachter sind also aufgefordert sich ein Bild von diesem Objekt zu machen und dem auch einen Namen zu geben. Sternbilder, wie hier zur Betitelung herangezogen, weisen einen ähnlichen Mechanismus auf. Abstrakt angeordnete Sterne und Galaxien am Himmel werden gedanklich zu einer figuralen Form verbunden - in diesem Fall allerdings zur leichteren astronomischen Orientierung. Die malerische Ausgestaltung dieser Sternbilder in historischen Beispielen erzählt die Assoziationen, die letzlich doch nur von unregelmäßig verstreuten Lichtquellen am Himmel ausgehen. 

Bergbau und Braunkohleverwertung haben Voitsberg und die Region über viele Jahrzehnte geprägt. Das Ende dieser Ära führte zu einem Strukturwandel - vieles scheint im Umbruch, der von vielen auch als Chance gesehen wird. Fornax kann auch als Denkmal und Erinnerungsstück für den ehemals unübersehbaren Braunkohle-Heizkessel des ÖDK III in Voitsberg dienen.

 

Das Objekt befindet sich im Eigentum der Stadt Voitsberg.

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